Weihnachtsgruß

Wenn Ihr den HERRN sucht, wird er sich von euch finden lassen. (2. Chronik 15,2; Tageslosung zum 8.12.2014)

Liebe Freunde und Förderer von Kloster Dambeck,

in der Stube am wärmenden Ofen ist es leicht, Ihnen zu schreiben und auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Die Arbeit der Brüder ist schwerer und findet draußen in der Kälte statt.

Ab September des vorherigen Jahres konnten wir erste Erfahrungen als Einsatzstelle für das Freiwillige ökologische Jahr sammeln. Unsere beiden FÖJler waren sehr erfolgreich in ihrem Tun, haben gesät, foej1453gepflanzt, gepflegt und geerntet. Erdbeeren, Kräuter, Gurken, Tomaten, Zucchini, Bohnen, Zwiebel und Hokaido-Kürbisse haben die Mahlzeiten bereichert. Dank der Hilfe der beiden jungen Männer ist auch der Vorrat an Holz zum Heizen ausreichend, den Winter zu überstehen. In ein paar Jahren, wenn die vielen gepflanzten Obstbäume tragen werden, wird man sich in Kloster Dambeck sicherlich an die beiden erinnern. Vielleicht kommen beide dann einmal zu Besuch und können auch von den Früchten ihrer Arbeit genießen. Ende Juli diesen Jahres haben wir sie mit einem Grillfest im gemeinsam errichteten Gewächshaus verabschiedet. Beide haben eine Lehrstelle gefunden die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht.

Für das kommende Jahr werden wir das wohl nicht berichten können. Am 1. September hat nur ein junger Mann ein FÖJ begonnen und dieses leider nach drei Monaten wieder aufgegeben. Der Alltag in Kloster Dambeck ist eben kein besonders leichter, da er auf zu wenige Schultern verteilt ist. Hilfe ist also jederzeit willkommen, damit sich das zum Positiven ändert.

PropsteiPositives gibt es von der Propstei zu berichten. Hinter diesen Fenstern ist rege Bautätigkeit. Die Brüder haben Unter¬stüt¬zung von den Maurern aus Quedlinburg. Die Arbeiten an der Außenfassade konn¬ten rechtzeitig vor dem ersten Frost abgeschlossen werden. Tür- und Fenster¬öffnungen sind wiederhergestellt. Rund um das Gebäude wurde ausgeschachtet und Drainage eingebracht. Im inneren sind die Fußböden geräumt und soweit ausgeschachtet, dass jetzt Isoliermaterial und Estrich als Unterkonstruktion für den Ziegelfußboden aufgebracht werden kann. Bruder Jens hat Notfenster aus Folie und Latten als Schutz vor der Kälte gebaut. So können die Maurer auch bei leichtem Frost weiterarbeiten. Und damit auch nach Einbruch der Dunkelheit weitergearbeitet werden kann, hat Bruder Jens eine Notbeleuchtung installiert. Alle sind mit Begeisterung bei der Arbeit. Möglich wurde der erneute Einsatz der Maurer durch die Bewilligung von Fördergeldern.

Das Land Sachsen-Anhalt, die Deutsche Stiftung Denkmal¬schutz, Lotto-Toto und die Zeit-Stiftung haben zusammengelegt. Zu unserer großen Freude hat eine Hamburger Stiftung 40.000 Euro beigesteuert. So rückt die Fertigstellung sehr nah. Nach Abschluss der Arbeiten spätestens im kommenden Frühjahr kann die Propstei als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt werden. Kloster Dambeck kann dann endlich auch ganzjährig Gäste bewirten, denn die neuen Räume werden alle beheizbar sein.

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Drei Schornsteine werden es ermöglichen, insgesamt fünf Dauerbrand- oder Kaminöfen anzuschließen. Alle Schornsteine werden auf der westlichen Dachhälfte aus dem Dach herausragen, so dass Sie die Optik der einmalig schönen Vorderfront der Propstei nicht stören werden.

Die Bauarbeiten an der Propstei werden im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Dann wird das besondere Augenmerk auf der Klosterkirche ruhen. Anträge für Fördermittel sind gestellt. Der Turm, die Apsis, das Sims auf beiden Seiten, Innenwände, Decke, Fußboden – es gibt so unendlich viel zu tun. Wie bei der Propstei werden die Arbeiten Schritt für Schritt ausgeführt. Und in ein paar Jahren werden wir Ihnen dann berichten können, dass auch die Klosterkirche ein würdiges Aussehen erhalten hat. Kleine Lichtblicke gibt es auch hier bereits jetzt: ein weiteres Kirchenfenster ist gespendet worden. So wie diese drei Fenster auf der Nordseite werden im kommenden Jahr auf der Südseite zwei der drei vorhandenen großen Kirchenfenster wieder hergestellt sein.

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In einem Jahr wird das nebenstehende Foto nur noch fürs Archiv taugen. Auf der rechten Seite des Kirchenschiffs werden dann ein oder sogar zwei neue Fenster zu sehen sein. Darüber freuen wir uns ganz besonders. Die Mittagssonne wird dafür sorgen, dass der Kirchenraum heller und wärmer wird. Das ist ein guter Gedanke.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes Jahr 2015.

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