Remise

Ein Dach geht auf Reisen

Viele Jahre bot sich den Besuchern im Kloster das gleiche Bild: Als erstes springt die Wagenremise ins Auge, ein echter Schandfleck. Eigentlich ist eine derart große überdachte Fläche ein Segen. Doch hier Ordnung zu halten ist unmöglich. Und wie beim Dach der Klosterkirche fällt jetzt die Entscheidung des Stiftungsvorstandes: „Selbst ist der Bruder!“

Natürlich wird überdachter Platz jetzt und in Zukunft zur Lagerung von Baumaterial dringend gebraucht. Eben nur nicht an dieser Stelle. Der neue Standort ist schnell gefunden: Hinter dem Klostergeviert, direkt neben dem nicht mehr nutzbaren Kuhstall. Bruder Jens hat schnell einen Plan, wie der „Umzug“ des Daches vonstatten gehen könnte – und stößt allerorten auf Unverständnis: „Das geht doch nicht!“

Der Plan von Bruder Jens sah vor, auf einem Ackerwagen einen flächendeckenden Gerüstturm zu errichten, damit unter die einzelnen Elemente der Remise zu fahren, mittels oben angebrachter Drehfüße die Dachkonstruktion anzuheben, das Dach an dieser Stelle zu trennen, mit dieser überdimensionalen „Hundehütte“ um die Kirche herum zum endgültigen Standort zu fahren, das Dachelement mit Gerüstrohren abzustützen, die Drehfüße abzulassen und den gesamten Wagen wieder rauszufahren. Und so Stück für Stück die Remise am neuen Standort wieder zusammenzufügen. Dass und wie das funktioniert hat, können Sie den Fotos entnehmen, denn den Umzug des letzten Elementes haben wir für die Nachwelt festgehalten.

Das letzte Bild zeigt die Remise an ihrem neuen Standort. An ihrem vorherigen Standort befindet sich jetzt der Bibelgarten.