1224 Kloster Dambeck wird von dem Grafen von Dannenberg/Elbe erbaut. Die "Herberge der Heimat" nimmt Pilger, Durchreisende, Flüchtlinge und Notleidende auf. Die romanischen Gewölbe des Erdgeschosses und der bis heute noch vorhandene Krankensaal im Obergeschoss des Ostflügels zeigen deutlich den Auftrag dieser frühen christlichen Einrichtung für die Altmark.
1400 Nachdem das Geschlecht der Grafen von Dannenberg ohne Nachfolger bleibt, übernimmt die Familie von der Schulenburg die Verwaltung des Klosters.
1541 Nach der Reformation wird Kloster Dambeck evangelisch.
1560 Grablege des Levin von der Schulenburg;
1607 Gründung der Stiftung Joachimthalsches-Gymnasium durch den Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg. Kloster Dambeck mit den dazugehörigen 26 Dörfern ist das Gründungsvermögen für diese preußische Schulstiftung. Durch die Abgaben, die Kloster Dambeck zu entrichten hat wird es ermöglicht, "Kindern niederer Stände" eine Hochschulausbildung zu ermöglichen.
1645 Nach der Plünderung im 30jährigen Krieg verstirbt die letzte Nonne in Kloster Dambeck.
1750 Kloster Dambeck wird für die landwirtschaftliche Nutzung umgebaut
1900 Das Gutshaus wird zu seiner jetzigen Form umgebaut. Der älteste Teil des Hauses ist ein gotisches Birnenstabkreuzrippengewölbe aus dem 14. Jahrhundert.
1953 Der letzte Pächter der Stiftung muß Kloster Dambeck verlassen. Die DDR ignoriert die Existenz der Stiftung Joachimthalsches Gymnasium.
1986 Einhornaltar, Orgel, Taufbecken und Glocken werden auf andere Kirchen in der Umgebung verteilt.
1989 Nach der Wende übernimmt das Landwirtschaftsministerium Magdeburg Kloster Dambeck.
1991 Für Kloster Dambeck beginnt eine neue Ära. Die evangelischen Mönche der Joseph-Bruderschaft kommen nach Kloster Dambeck.
1992 Die Joseph-Bruderschaft erhält einen Mietvertrag und zieht in Kloster Dambeck ein. Das Landwirtschaftsministerium gibt das Stiftungseigentum an die Treuhandanstalt Berlin und nicht, wie versprochen, an die Bruderschaft.
Obwohl der Wiedereinrichtungsplan für die Landwirtschaft, von Experten erarbeitet, 1993 ordnungsgemäß eingereicht wird, verpachtet das Landwirtschaftsministerium 1994 die Klosterländereien an einen Bremer Augenarzt. Damit ist dem Kloster die wirtschaftliche Basis entzogen.
An vielen Orten in der ehemaligen DDR sind alte Stiftungen wiederbelebt worden. Teilweise mussten Sie mit erheblichem Aufwand in alten Archiven aufgestöbert werden. Vielerorts ist enteignetes Land alten Stiftungen wieder zugeführt worden.In Kloster Dambeck hat man genau das Gegenteil getan: 1994 ist das Stiftungsvermögen zerstückelt worden. Es wurde festgelegt, dass das Land Sachsen-Anhalt die Ländereien (300 ha landwirtschaftliche Fläche und 1.000 ha Wald) erhält. Die Joseph-Bruderschaft musste die kostenträchtige, denkmalgeschützte Klosteranlage vom Land Sachsen-Anhalt für rund 250.000,- DM kaufen. |